Versicherungen

Welche Versicherungen braucht ein Start-up?

Gewisse Versicherungen sind für Unternehmen in der Schweiz obligatorisch. Zum Beispiel die Absicherung der Altersvorsorge (BVG) aller Angestellten.
Weitere Versicherungen sind zwar freiwillig, aber je nach dem Bereich wo die Unternehmung tätig ist, zu empfehlen. Beispielsweise bei Handwerkern, schützt eine Betriebshaftpflichtversicherung bei bei Schadenfällen.

Sozialversicherungen für Angestellte

Als Geschäftsführer sind Sie dafür verantwortlich, dass Ihre Angestellten richtig versichert sind. Das heisst, Sie müssen eine Unfallversicherung und sofern erforderlich eine berufliche Vorsorge abschliessen.  Obligatorische Sozialversicherungen sind die Arbeitslosenversicherung und die 1. Säule mit AHV, IV und EO.
Empfehlenswert ist auch eine freiwillige Krankentaggeldversicherung.

Ob Sozialversicherungen für Sie als Inhaber obligatorisch sind, hängt von der Rechtsform der Unternehmung ab:

  • Als Inhaber von Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften gelten Sie als selbstständig erwerbend. Sie sind somit für Ihre Absicherung verantwortlich, und die Versicherungen sind für Sie – mit Ausnahme der 1. Säule – freiwillig. Obligatorisch ist die Entrichtung von Beiträgen an AHV, IV und EO.
  • Als Inhaber einer AG oder einer GmbH gelten Sie als unselbstständig erwerbend. Sie gehören damit zum Arbeitnehmerkreis, und es gelten für Sie die gleichen Regeln wie für Ihre Angestellten. Die Sozialversicherungen sind daher auch für Sie obligatorisch.

Berufliche Vorsorge BVG (2. Säule)

Die berufliche Vorsorge (BV) ist die zweite Säule der Schweizer Sozialvorsorge. Sie soll den Versicherten nach der Pensionierung die Fortsetzung ihrer gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise ermöglichen. Zusammen mit der ersten Säule soll ein Renteneinkommen von rund 60 Prozent des letzten Lohns erreicht werden. Daneben versichert die zweite Säule die Risiken Tod und Invalidität.

Bei der BV versichert sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei der AHV versichert sind und einen Jahreslohn von mehr als 21 330 Franken erhalten. Jeder Arbeitgeber, der obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmende beschäftigt, muss eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschliessen.

Unfallversicherung

Neben der beruflichen Vorsorge müssen Sie als Arbeitgeber auch eine Unfallversicherung für Ihre Angestellten abschliessen. Sie zahlt bei Unfällen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens und deckt maximal 80 % des letzten Lohns. Allerdings nur bis zum sogenannten UVG-Maximum je Person und Jahr von CHF 148 200 (Stand 01.01.2019). Diese Lücke können Sie mit einer UVG-Zusatzversicherung schliessen.

Für Selbstständige ist die Unfallversicherung zwar nicht Pflicht – macht aber trotzdem Sinn. Und auch für Familienmitglieder, die im Unternehmen mithelfen, aber keinen Barlohn beziehen und keine AHV-Beiträge bezahlen. 

Krankenttaggeldversicherung (nicht obligatorisch)

Falls Ihre Angestellten krank werden, sind Sie gesetzlich verpflichtet, den Lohn weiterzuzahlen. Zwar ist die Lohnfortzahlung zeitlich begrenzt, aber es kann für Sie trotzdem teuer werden. Hier entlastet eine Krankentaggeldversicherung

Auch für Start-ups macht eine Krankentaggeldversicherung Sinn. Denn wenn Sie als Inhaber einer AG oder einer GmbH oder Ihre Angestellten ausfallen, leiden nicht nur Sie – sondern auch Ihr Unternehmen. Lohnen kann sich eine Krankentaggeldversicherung aber auch für Sie als Selbständigerwerbenden ohne Angestelltenstatus, da die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht nur für Arbeitnehmer gilt.

Angebote auf unserem Marketplace

Redaktionelle Beiträge von unseren Partnern

Logo
Produkte vergleichen
  • Total (0)
Vergleichen
0